Neustadt in Sachsen, 25. April 2018

200. Todestag von Pfarrer Magister Wilhelm Leberecht Götzinger

Der 23. April 2018 stand ganz im Zeichen von Pfarrer Magister Wilhelm Leberecht Götzinger, denn sein Todestag jährte sich an diesem Tag zum 200. Mal. Götzinger gilt durch seine Publikationen als früher Entdecker und Erschließer der Sächsischen Schweiz und des Meißner Hochlands für den Fremdenverkehr. Um seine herausragenden Leistungen für die Sächsische Schweiz und Neustadt in Sachsen zu würdigen, organisierte die Interessengemeinschaft Sächsische Bergsteigergeschichte eine Wanderung zu verschiedenen Orten seiner Biografie, die am Götzinger-Medaillon im Bärengarten in Hohnstein startete. Dieses wurde anlässlich einer „Götzinger-Feier“ des Gebirgsvereins im Jahre 1886 in den Fels gehauen. Nächstes Ziel war die ehemalige Hohnsteiner Apotheke. An dieser, dem mehrjährigen Wirkungsort von Götzinger als Hauslehrer, wurde durch die Familie Arnold eine Gedenktafel angebracht, denn in Hohnstein erschien auch sein erstes bedeutsames Werk „Geschichte und Beschreibung des Chursächsischen Amts Hohnstein mit Lohmen“. Nachfahren Götzingers
Weiter ging es auf die Götzinger Höhe. Im Jahre 1883 wurde von der damaligen Sektion Neustadt des Gebirgsvereins für die Sächsisch-Böhmische Schweiz der eiserne Aussichtsturm errichtet und dem bisherigen Achtlindenberg der Name „Götzinger Höhe“ verliehen. Am Gedenkstein verweilten die Anwesenden und würdigten sein Schaffen mit Blumen.



Bild: Christiane Lorenz und Bernt Müller aus Berlin, Götzingers Nachfahren in der fünften Generation, vor dem Gedenkstein auf der Götzinger Höhe, Foto: Jens Vogel


Die Wanderung endete in der St.-Jacobi-Kirche mit einem Orgelkonzert. Von 1787 bis zu seinem Tode 1818 lebte er im Neustädter Pfarrhaus und agierte in der St.-Jacobi-Kirche als Diakon und Pfarrer. Sein Hauptwerk „Schandau und seine Umgebung oder Beschreibung der sogenannten Sächsischen Schweiz“ in der ersten sowie einer bearbeiteten zweiten Auflage veröffentlichte er zu dieser Zeit. Noch heute erinnert hier sein Grab an ihn, das sich in unmittelbarer Nähe des Pfarrhauses befindet und an dem sich alle Anwesenden zum Abschluss der Gedenkreise versammelten. Im Namen aller legte Bürgermeister Peter Mühle einen Kranz auf sein Grab, eine kleine Geste, für eine Persönlichkeit, die in ihrer Zeit Herausragendes geleistet hat.

200. Todetag Götzingers

Bürgermeister Peter Mühle und Pfarrer Sören Schellenberger gedenken Wilhelm Leberecht Götzinger zusammen mit allen Anwesenden an seiner Grabstätte, Foto: Werner Thalheim


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