Neustadt in Sachsen, 19. März 2019

Zwei hochmoderne Operationssäle in Betrieb genommen

In der Asklepios Orthopädischen Klinik Hohwald sind zwei zusätzliche High-Tech-Operationssäle entstanden.
Ein zweigeschossiger Neubau auf 620 Quadratmetern Grundfläche schließt ebenengleich an die bestehende OP-Abteilung an. Neben den OP-Sälen, inklusive den zugehörigen Nebenräumen wie Ein- und Ausleiträumen, Waschräumen sowie Geräteräumen, bietet das Gebäude Platz für einen vergrößerten Aufwachraum mit acht Betten. Für Ärzte und Pfleger sind größere Umkleiden und Personalräume geschaffen worden. Darüber hinaus ist ein Bettenlager vorgesehen. Der Neubau war notwendig, um die gestiegene Nachfrage des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung und die Integration des 2015 gegründeten Wirbelsäulenzentrums zu befriedigen. Die Arbeiten im Anbau an die 115 Jahre alte Bausubstanz sind im Zeitplan des Projektteams abgeschlossen. Dass die Bauarbeiten so reibungslos abliefen, ist vor allem im Hinblick auf den Baugrund bemerkenswert. Das Baufeld war stark geneigt, der Höhenunterschied betrug bis zu sechs Meter und der Untergrund nicht tragfähig. Der Neubau ist deshalb auf 31 Bohrpfählen auf der vorhandenen Felsklippe gegründet, deren Länge zwischen 7,50 und 11,50 Metern variiert.

Neubau der Asklepios Orthopädischen Klinik Hohwald
Der Neubau mit den beiden High-Tech-Operationssälen
Foto: Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald


Neueste Technik zum Wohl der Patienten

Auch im Inneren des Neubaus kam die modernste Technik zum Einsatz, die derzeit am Markt zu finden ist. So wurden in der Technikzentrale hochwertige, energieeffiziente Lüftungsgeräte montiert. Künftig wird an der Ostseite Frischluft angesaugt, in vier neuen Lüftungsgeräten gefiltert und zur Versorgung des OP-Neubaus mit rund 20.000 cbm frischer und gekühlter Luft pro Stunde eingesetzt. In den Operationssälen kann so unter optimalen klimatischen Bedingungen gearbeitet werden. Zudem wird die Luftqualität im Umfeld der Patienten auch während der Operationen permanent überwacht und den Erfordernissen entsprechend angepasst. Diese neuartige Lösung dient vor allem der weiteren Verbesserung der Infektionsprophylaxe und kommt der Sicherheit der Patienten direkt zugute. In den OP-Sälen und Nebenräumen wurden die Wände mit einem besonderen Material geschlossen: High Pressure Laminate – sogenannte HPL-Platten – sorgen für eine hohe mechanische Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer sowie Einbeulungen, sind resistent gegen Feuchtigkeit und Wasser und verfügen über eine hohe chemische Beständigkeit, etwa bei Kontakt mit Desinfektionsmitteln oder jodhaltigen Substanzen.
Bis Anfang 2019 waren alle Arbeiten innerhalb und außerhalb des Neubaus fertiggestellt – darunter auch der Einbau von Aufzügen für den Transport von Sterilgut, die Begrünung sowie den Einbau von schaltbarem Glas für den Sichtschutz in den OP-Sälen.

Inbetriebnahme am 18. März 2019

Der Neubau wurde am 18. März 2019 erstmals in Betrieb genommen, der Umbau der bereits bestehenden Gebäude erfolgt dann bei laufendem OP-Betrieb. In diesem Zeitraum entstehen eine neue Patientenumbettung sowie ein neuer, wesentlich größerer und hochmoderner Aufwachraum, der sich damit von 40 auf 180 qm vergrößert, sodass statt bisher sieben ITS- Betten zusätzlich acht IMC-Betten (intermediate care) entstehen. Zukünftig können dann nahezu alle operierten Patienten intensivmedizinisch überwacht werden. Auch medizintechnisch ist der Neubau auf höchstem Niveau ausgestattet. Unter anderem kommen Spezialtische mit aufwändigen Speziallagerungen, zwei Röntgenbildverstärker, moderne Schneidetechnik und beste CT- und Navigationstechnik zum Einsatz. Sämtliche Technik wird im neuen OP vernetzt und in das Datennetz der Klinik eingespeist. So können die Ergebnisse sämtlicher bildgebender Verfahren auf den Bildschirmen der Operationssäle optimal angezeigt und zudem für die Ausbildung genutzt werden. Laut Patrick Hilbrenner, Geschäftsführer der Hohwaldklinik und Asklepios-Regionalgeschäftsführer in Sachsen/Sachsen-Anhalt, werden die Arbeiten im Herbst 2019 auch im Bestandsgebäude komplett abgeschlossen sein, sodass die Patienten dann in insgesamt vier Operationssälen zu mehr Mobilität und Lebensqualität verholfen werden kann.

Verkürzte Wartezeiten, bessere Arbeitsbedingungen

Die Patienten der Hohwaldklinik werden von der vergrößerten Kapazität direkt profitieren: So werden die Wartezeiten für eine geplante Operation in Zukunft sinken, die Bereitschaft für dringliche Eingriffe wird verbessert. Die hochmoderne Ausstattung erhöht zudem die Sicherheit und medizinische Behandlungsqualität noch weiter. Ambulante Operationen können künftig in erhöhter Qualität und Quantität durchgeführt werden. „Die größeren Räumlichkeiten verbessern außerdem die Arbeitsbedingungen für das gesamte Personal – und wir optimieren die Möglichkeiten für unsere ärztlichen Kooperationspartner“, so Dr. med. Thomas-Peter Ranke, Chefarzt Orthopädie und ärztlicher Direktor.


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