Neustadt in Sachsen, 28. Oktober 2026
Freistaat Sachsen und Bund fördern die Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets
Am 28. Oktober 2026 wurden offiziell Fördermittel in Höhe von 9,416 Millionen Euro für die Revitalisierung der Industriebrache am Karrenberg übergeben. Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, überreichte den Fördermittelbescheid an Bürgermeister Alexander Sachse und Frieder Haase, Geschäftsführer der Industrie-Center Neustadt GmbH (ICN GmbH). An der Übergabe nahmen unter anderem Vertreter der Wirtschaftsförderung Sachsen, die Bürgermeister a. D. Manfred Elsner und Peter Mühle, Aufsichtsräte und Stadträte sowie die beteiligten Planungsbüros teil.
Auf dem rund zehn Hektar großen Areal unmittelbar nördlich der Staatsstraße S 159 soll in den kommenden Jahren ein modernes Gewerbegebiet entstehen. Wo sich einst eine am 1. Oktober 1979 in Betrieb genommene Milchviehanlage befand, sollen künftig neue gewerbliche Perspektiven für Neustadt in Sachsen geschaffen werden.
Unverkennbar für die Industriebrache am Karrenberg sind die alten Silotürme
Über 9,4 Millionen Euro für die Revitalisierung
Der Freistaat Sachsen und der Bund unterstützen die Entwicklung des ehemaligen Industriestandortes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW-Infra). Die Landesdirektion Sachsen bewilligte der städtischen Gesellschaft Industrie-Center Neustadt GmbH Fördermittel in Höhe von 9,416 Millionen Euro. Damit werden 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten finanziert.
Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, betonte anlässlich der Übergabe: „Die Stadt Neustadt in Sachsen kann beeindruckende Erfolge bei der Sanierung früherer Industriestandorte vorzeigen. Mit bisher ausgereichten 12,4 Millionen Euro aus dem Programm GRW-Infra wurden der „Industrie- und Gewerbepark Neustadt/Langburkersdorf“ sowie die Gewerbegebiete „Kirschallee 1“ und „Kirschallee 2“ entwickelt und erfolgreich vermarktet. Das aktuelle Projekt am Karrenberg stellt mit einem Gesamtaufwand von knapp 10,5 Millionen Euro die bisher größte Einzelmaßnahme dar.“
v. l. Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen und Bürgermeister Alexander Sachse zur Übergabe des Fördermittelbescheides
Langjähriges Vorhaben wird Realität
Auch Bürgermeister Alexander Sachse zeigte sich erfreut über den wichtigen Schritt: „Seit über zwei Jahrzehnten verfolgt die Stadt Neustadt in Sachsen das Ziel, aus der ehemaligen Milchviehanlage ein neues Gewerbegebiet zu entwickeln. Ich freue mich sehr, dass wir mit den nun bereitgestellten Fördermitteln einen entscheidenden Schritt vorangekommen sind und die Umsetzung dieses langjährigen Vorhabens endlich in greifbare Nähe rückt. Unsere Stadt profitiert dabei gleich doppelt: Zum einen beseitigen wir mit der Revitalisierung einen seit Jahrzehnten bestehenden städtebaulichen Missstand vor den Toren unserer Stadt. Zum anderen schaffen wir neue Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen und stärken damit nachhaltig den Wirtschaftsstandort Neustadt in Sachsen.“
Das Gelände liegt seit den 1990er-Jahren brach. Mit dem Erwerb der letzten Grundstücke Mitte 2026 hat die ICN GmbH die Voraussetzungen geschaffen, das Areal wieder einer gewerblichen Nutzung zuzuführen.
Beim Rundgang durch das Gelände: Frieder Haase, Geschäftsführer der ICN GmbH (vorn links) und Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen (vorn rechts)
Bevor neue Unternehmen angesiedelt werden können, ist eine umfassende Beräumung und Erschließung des Geländes erforderlich. Das mit Siedlungsmüll belastete Areal wird zunächst beräumt. Anschließend werden das rund 9.000 Quadratmeter große Stallgebäude sowie 15 Hochsilos aus Beton abgebrochen.
Im weiteren Verlauf sind umfangreiche Bodenregulierungsarbeiten sowie der Bau einer Erschließungsstraße vorgesehen. Darüber hinaus werden neue Wasser- und Abwasserleitungen verlegt und damit die Voraussetzungen für die spätere gewerbliche Nutzung geschaffen.
Mit der Revitalisierung soll nicht nur ein seit Jahrzehnten bestehender städtebaulicher Missstand beseitigt werden. Gleichzeitig entstehen neue Flächen für Unternehmen, zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten und langfristig auch neue Arbeitsplätze. Damit wird der Wirtschaftsstandort Neustadt in Sachsen weiter gestärkt und die Stadt für Investoren und wachsende Unternehmen attraktiver.
Die Arbeiten sollen bis September 2028 abgeschlossen sein. Danach stehen rund 7,7 Hektar Gewerbefläche für die Ansiedlung von Unternehmen zur Verfügung. Bereits heute gibt es erste Interessenbekundungen. Mit der Revitalisierung des Karrenbergs erhält Neustadt in Sachsen damit nicht nur ein neues Gewerbegebiet, sondern auch eine wichtige Zukunftsperspektive für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.

Blick auf die Industriebrache Karrenberg